Oder wieso Veronika Mettler sich bei PROSPERIS gut aufgehoben fühlt

Manchmal meint es das Leben gut mit uns, zuweilen ist es der Kummer, der unsere Wirklichkeit prägt. Und nicht selten entstammt dieser einer nicht mehr glücklichen Beziehung. Die vielleicht erst gefühlte Erkenntnis, dass eine Ehe nicht tragfähig ist, schmerzt und verunsichert. Zudem kann das Unwissen um die finanziellen Folgen einer Trennung beängstigend sein. Das kann lähmend wirken und sich negativ auf die Fähigkeit der Partner auswirken, im Zusammenhang mit der Trennung konstruktive Lösungen zu finden.

So erging es auch Veronika Mettler (Name geändert), die bei unserem Erstkontakt knapp über fünfzig Jahre alt war. Ihr war klar geworden, dass sie ihre Ehe nicht wird fortführen wollen. Das Zusammenspiel von Sorge um ihre Kinder mit ihrer Schwierigkeit, die Folgen dieses ihr unausweichlich scheinenden Schrittes auch nur annähernd abschätzen zu können, beeinträchtigten sie zunehmend auch gesundheitlich. Sie war von der Komplexität der Fragestellung schlicht überfordert. Ihr Mann wollte weder wahrhaben noch akzeptieren, dass ihre Ehe aus ihrer Sicht gescheitert war.

Und so wusste Veronika Mettler nicht, an wen sie sich wenden sollte. Eine Rechtsanwältin zu kontaktieren, empfand sie als noch nicht sinnvoll, da sie befürchtete, dies könnte zu einer sofortigen, unkontrollierbaren Eskalation in der Beziehung führen, unter denen dann auch die Kinder zu leiden hätten. Auf Empfehlung Ihrer Freundin wandte sich Frau Mettler dann an unser Büro.

Mit unserer sehr langjährigen Beratungs-Erfahrung auch im Zusammenhang mit Scheidungen, stellten wir für sie die idealen Ansprechpartner dar. Unser erstes Gespräch diente sowohl dem Kennenlernen als auch einer ersten Analyse der Fragestellung. Zusammen waren wir bereits anlässlich dieses ersten Gesprächs in der Lage, Frau Mettlers Fragen so zu strukturieren, dass ihre Kernanliegen sichtbar wurden:

  • Würde sie auch im Alter genügend Einkommen haben, um ein anständiges Leben führen zu können?
  • Würde sie ihr Eigenheim, bei dessen Kauf das nötige Eigenkapital überwiegend durch einen Erbvorbezug aus ihrer Familie bereitgestellt worden war, in ihr Alleineigentum übertragen und von ihr langfristig auch alleine gehalten werden können?
Es zeigte sich also früh, dass die Frau Mettler hauptsächlich um-treibenden Fragen sich vor allem darauf bezogen, wie sich ihre finanzielle Situation langfristig ausnehmen würde. Und wenn es um finanzielle Sollzustände geht, die allenfalls weit in der Zu-kunft liegen, sind weniger der Rechtsbeistand als die Techniken der Finanzplanung gefragt. Trotzdem vermittelten wir Frau Mett-ler in einem ersten Schritt Informationen zu möglichen Trennungsmodalitäten und eine Übersicht über die verschiedenen zur Verfügung stehenden Scheidungsverfahren. Eine Vorstellung zu erlangen, welches die nächsten konkreten Schritte in der Auseinandersetzung mit ihrem Mann sein könnten, war für Frau Mett-ler doch sehr wichtig. Die weiteren Arbeiten konzentrierten sich dann aber bereits auf Fragen aus dem Bereich der Finanzen, ohne dass es zu diesem Zeitpunkt um die Erarbeitung präziser Zahlen gegangen wäre. Anhand von Unterlagen und Informationen, die Frau Mettler hatte zur Verfügung stellen können, liess sich als erstes berechnen, wie hoch ihr ungefährer Anspruch im Zusam-menhang mit dem Vorsorgeausgleich, d.h. der Aufteilung der während der Ehe angesparten Guthaben im Rahmen der berufli-chen Vorsorge, sein würde. Ebenfalls näherungsweise berechnen liessen sich die Ansprüche der Ehepartner im Rahmen der güter-rechtlichen Auseinandersetzung, inklusive der Säule 3a-Guthaben. Im Falle des Ehepaars Mettler stellten sich die güterrechtlichen Fragen glücklicherweise als nicht sonderlich kompliziert und damit auch mit nur geringem Potential für strittige Diskussionen dar.
«Wenn es um finanzielle Sollzustände geht, die allenfalls weit in der Zukunft liegen, sind weniger der Rechtsbeistand als die Techniken der Finanzplanung gefragt.»
So liessen sich Vorsorgeguthaben und, im Rahmen des Güter-rechts, Eigengut und Errungenschaft auf den Planungszeitpunkt hin recht genau festlegen und als Basis für die weiteren Schritte verwenden. Die nachfolgenden Fragen waren insofern etwas komplizierter, als dass bei diesen regelmässig nicht auf rechtlich verbindliche Berechnungsmethoden abgestellt werden kann, sondern anhand der individuellen Situation des Paares beantwortet werden müssen. Es geht dabei vor allem um den nachehelichen Unterhaltsanspruch Frau Mettlers sowie die Frage, zu welchem Arbeitspensum sie sich würde verpflichten wollen. Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass Frau Mettler bewusst war, dass es sich bei diesen Arbeiten um Orientierungshilfen für sie handelte und es keinesfalls darum ging, unverrückbare Forderungen an den Ehemann zu formulieren. Ebenso hatten wir vereinbart, die Bedürfnisse und Ansprüche der Kinder gesondert zu behandeln.

Herr Mettler erzielte seit geraumer Zeit ein relativ hohes Einkommen. Dies nicht zuletzt darum, weil Frau Mettler ihm für seine Karriere den Rücken freigehalten hatte. Sobald bei höheren Ein-kommen Spielräume bestehen und auch ein gehobener Lebensstandard erhalten werden kann, sollten die Ansprüche im Zusam-menhang mit nachehelichem Unterhalt aufgrund eines individuell erstellten Ausgabenbudgets erhoben werden. Frau Mettler hat die Erstellung eines solchen Ausgabenbudgets einiges an Kopfzerbrechen bereitet. Aufgrund unserer sehr breiten Erfahrung konnten wir ihr in diesem Bereich ebenfalls gute Hilfestellung bei der Plausibilisierung der von ihr erwarteten Ausgaben geben.
Um dies zu berechnen, hatten wir Annahmen bezüglich der künftigen Entwicklung des Alterskapitals im Rahmen der beruflichen Vorsorge getroffen. Diese Berechnungen basierten auf einem von Frau Mettler als realistisch eingestuften Einkommensziel, bei einem von ihr angestrebtem Pensum von 80%, ab Alter 16 des jüngeren Sohnes, was in ihrem Alter von 54 Jahren der Fall gewesen war. Anderseits wurden die aus dem Vorsorgeausgleich erwarteten Freizügigkeitsguthaben berücksichtig. Für die Berechnungen zur AHV stellten wir auf Aussagen Frau Mettlers zur eigenen früheren Erwerbstätigkeit und der Lohnentwicklung des Ehemannes ab. Auch ohne einen IK-Auszug der AHV vorliegen zu haben, konnten wir darauf schliessen, dass Frau Mettler nach dem Splitting während der Ehejahre und unter Anrechnung der Erziehungsgutschriften mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine Vollrente der AHV erhalten würde. Nach Abschluss dieser Berechnungen standen die Eckwerte der Pensionierungs-Planung Frau Mettlers fest: Die langfristig erwarteten Ausgaben, die Höhe der künftigen AHV-Rente, das erwarte-te Alterskapital in der Pensionskasse und, darauf basierend, das zu erwartende lebenslängliche Renteneinkommen. Anderseits schätzten wir die Entwicklung ihres freien Vermögens nach güter-rechtlicher Auseinandersetzung und konnten dadurch feststellen, wieviel zusätzliches Kapital in der freien und gebundenen Vorsorge (Säule 3a) bis zur Pensionierung für Frau Mettler angespart werden müsste, damit ihre Perspektive auf ein „anständiges Leben“ im Alter gewahrt bleibt. Umgelegt auf die verbleibenden Jahre bis zur Pensionierung konnten wir damit die noch fehlende Grösse für die Berechnung des benötigten nachehelichen Unterhalts festlegen. Dieser wurde im Sinne des Fehlbetrags wie folgt errechnet: Erwartetes Einkommen Frau Mettlers, abzüglich Aus-gaben gemäss Budget und wiederum abzüglich des jährlich benötigten Betrags zum weiteren Aufbau ihrer freien Altersvorsorge. Es verblieb die Herausforderung, dass Frau Mettler langfristig im nach Auszug der Kinder viel zu grossen Einfamilienhaus wohnen wollte. Die Deckung dieser (zu) hohen Wohnkosten durfte selbst-verständlich nicht dem Ehemann zugemutet werden. Abgefangen werden konnte diese Problematik im Rahmen der Finanzplanung über eine Parallelrechnung. Diese basierte darauf, dass die Lücken in den obigen Berechnungen, die durch die überhöhten Wohnkosten absehbar waren, durch die Berücksichtigung einer kleineren Anwartschaft auf den Nachlass ihres Vaters kompensiert werden sollte. So trug Frau Mettler das durch die überhöhten Wohnkosten entstehende Risiko für ihre Altersfinanzen selbst, falls ihr diese anwartschaftlichen Vermögenswerte nicht zufliessen sollten.

Fazit

Alles in allem deutete das Resultat unserer Planung und Projektion darauf hin, dass Frau Mettler sich in Bezug auf Ihre Kernanliegen eigentlich kaum Sorgen zu machen brauchte. Zudem zeigte sich, dass die nacheheliche Belastung ihres Mannes, nach Wegfall der Zahlungen für die Kinder, auch für ihn in finanzieller Hinsicht sehr erträglichem Niveau liegen würde. Frau Mettler hat zusammen mit uns eine finanzielle Perspektive für ihre Zukunft erarbeiten können, die ihr half, Entscheidungen für die Gegenwart zu treffen. Mit der Sicherheit, die ihr die Finanzplanung gab, konnte sie sich auf die emotional schwierige Auseinandersetzung mit ihrem Mann einlassen. Und weil sie ihm früh signalisierte, dass sie keine Forderungen stellen würde, die ihn finanziell drangsalieren würden, konnte auch der Grundstein für ein einvernehmliches Scheidungsverfahren gelegt werden. Entgegen allen ursprünglichen Erwartungen, hatte das Ehepaar die Scheidung letztlich auf Basis einer Mediation hinter sich bringen können.

Die im Zusammenhang mit der Scheidung erarbeitete Finanzplanung für Frau Mettler bildete sodann auch die Basis für eine auf ihre Risikofähigkeit abgestellte Anlagestrategie, die wir im Rah-men eines Verwaltungsmandats risikominimiert umsetzen. Zudem bleiben wir ihr Ansprechpartner in Vorsorgebelangen, vertreten sie bei Steuerfragen und stehen ihr auch sonst für sämtliche Fachfra-gen im Zusammenhang mit ihrem Vermögen jederzeit zur Verfügung.

Mit unser Vermögensmanagement stellen wir zu einem transparenten, fairen Preis sicher, dass das Vermögen von Frau Mettler auch langfristig optimal auf ihre Lebensziele und ihr steuerliches und rechtliches Umfeld ausgerichtet bleibt. Diese integrierte Dienstleistung bietet die gleiche Effizienz, nach der sogenannte Family Offices Vermögen verwalten und betreuen.